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Zoellick: Globalisierung muss den Armen der Welt helfen

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Communiqué de presse n°:2008/090/EXC

Contacts:
In Washington: Amy L. Stilwell (202) 458-4906
astilwell@worldbank.org

Geetanjali Chopra (202) 473-0243

gchopra@worldbank.org

Broadcast Inquiries: Camille Funnell, (202) 458 – 9369

cfunnell@worldbank.org

 

Washington, 10. Oktober 2007 – Der Präsident der Weltbankgruppe Robert B. Zoellick sagte: „Es ist die Vision der Weltbankgruppe, zu einer umfassenden und nachhaltigen Globalisierung beizutragen – um Armut zu besiegen, Wachstum auf umweltschonende Weise zu fördern und den Einzelnen Chancen und Hoffnung zu geben.“

 

Bei einer Ansprache vor dem National Press Club in Washington, die seine ersten 100 Tage als Präsident der Weltbankgruppe markierte, erläuterte Zoellick: „Globalisierung bietet unglaubliche Chancen. Doch Ausschluss, bittere Armut und Umweltschäden sind Gefahrenherde. Die Leidtragendsten sind diejenigen, die von vornherein am wenigsten besitzen: indigene Völker, Frauen in Entwicklungsländern, die arme Landbevölkerung, die Bewohner Afrikas sowie deren Kinder.“

 

In seiner Erörterung, wie die Weltbankgruppe Entwicklungsländer unterstützen könne, meinte Zoellick: „Es ist Zweck der Weltbankgruppe, Länder auf dem Weg zur Selbsthilfe zu unterstützen, indem sie als Katalysator für Kapital und Politikmaßnahmen durch eine Kombination aus Ideen und Erfahrung, Entwicklung von Chancen auf dem Privatmarkt und die Unterstützung guter Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung unterstützend mitwirkt – angespornt durch unsere Finanzressourcen.“

 

„Es ist Zweck der Bankgruppe, Ideen zu internationalen Projekten und Vereinbarungen zu Handel, Finanzen, Gesundheit, Armut, Bildung und Klimawechsel voranzutreiben, so dass sie allen nützen, vor allem aber den Armen, die neue Chancen suchen.“

„Umfassende Globalisierung ist auch eine Sache des Eigeninteresses. Armut führt zu Instabilität, Krankheit, Vernichtung gemeinsamer Ressourcen und Zerstörung der Umwelt“, sagte er.

 

Nach den Worten von Zoellick müsse die Gruppe ihr Denken über Politik und Märkte ausweiten und neue Möglichkeiten vorantreiben. 

 

Zoellick stellte seine Vision für die Weltbankgruppe vor und unterbreitete dabei sechs strategische Themen:

 

  • Die Armut besiegen helfen und nachhaltiges Wachstum in den ärmsten Ländern, vor allem in Afrika, vorantreiben.
  • Die besonderen Herausforderungen von Staaten in der Konfliktfolgezeit aufgreifen.
  • Ein wettbewerbfähiges Menü an „Entwicklungslösungen“ für Länder mit mittlerem Einkommen entwickeln, das maßgeschneiderte Dienstleistungen und Finanzen umfasst.
  • Eine aktivere Rolle bei regionalen und globalen „öffentlichen Gütern“ spielen; dies gilt vor allem für grenzüberschreitende Angelegenheiten wie Klimawechsel, HIV/Aids, Malaria und Handelshilfe.
  • Unterstützung derjenigen, die Entwicklung und Chancen in der arabischen Welt vorantreiben.
  • Die Förderung einer Agenda des „Wissens und Lernens“ innerhalb der Weltbankgruppe, um ihre Rolle als Fundus angewandter Erfahrungen zu stützen.

 

Nach Worten von Zoellick intensiviert die Bank auch ihre Länderarbeit zu guter Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung, die die Grundlage zur Verbesserung der Entwicklung bilden.

 

Bei der Unterstützung der ärmsten Länder, so gab Zoellick bekannt, übernimmt die Weltbankgruppe eine Führungsrolle und sichert 3,5 Mrd. USD ihrer eigenen Mittel für die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) zu, die den 81 ärmsten Ländern Fördermittel und zinslose Darlehen gewährt. Das ist mehr als doppelt so viel wie die 1,5 Mrd. USD, die die Weltbankgruppe für die Wiederauffüllung 2005 zugesagt hatte.

 

Zoellick forderte die Industrieländer der Welt auf, es der Bank gleich zu tun und ihre Hilfe für die ärmsten Menschen der Welt, vor allem in Afrika sowie Süd- und Ostasien aufzustocken.

 

„Ich möchte allen Gebern sagen, dass die Weltbankgruppe ihr Versprechen, wenn es um die Wiederauffüllung der IDA geht, auch wirklich hält“, sagte er. „Jetzt müssen noch die G-8 und andere Industrienationen ihre Worte von den Gipfelerklärungen in ernsthafte Zahlen umsetzen.“

 

Als entscheidendes Element im multilateralen Wirtschaftssystem hat die Bankgruppe eine wichtige Rolle bei der Förderung einer umfassenden und nachhaltigen Globalisierung zu spielen, so Zoellick.

 

„Gemeinsam müssen wir zeigen, dass Multilateralismus für die Bedürftigsten weitaus effektiver sein kann – und zwar nicht nur in Konferenzsälen und Kommunikees, sondern in Dörfern und pulsierenden Städten.“

 

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