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Weltbankgruppe erhöht Unterstützung für von der Eurokrise betroffene Schwellenländer

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Comunicado de prensa Nº:2012/242/ECA

US$ 27 Mrd. für Schwellenländer in Europa 

und Zentralasien bereitgestellt

 

WASHINGTON, 25. Januar, 2012—Die Weltbankgruppe kündigte heute an, über die nächsten zwei Jahre Schwellenländern in Europa und Zentralasien (Emerging Europe and Central Asia, ECA), die von der Eurokrise betroffen sind, Mittel in Höhe von US$ 27 Mrd. bereit zu stellen.  

 

„Während die Auswirkungen der Krise in der Eurozone auf die größten Volkswirtschaften Westeuropas die meiste weltweite Aufmerksamkeit erregen, schadet die Krise auch Menschen in osteuropäischen Schwellenländern, insbesondere den ärmsten dieser Länder in Mittel- und Südosteuropa“, so Weltbankpräsident Robert B. Zoellick. „Die Weltbankgruppe erhöht die Mittelbereitstellung für diese Region, damit die betroffenen Länder die Krise mithilfe dieser zusätzlichen Ressourcen überstehen können.“”

 

Die Schuldenkrise in der Eurozone schadet der ECA-Region in drei wichtigen Bereichen: Finanzwesen, Handel und Geldüberweisungen der Beschäftigten. Die Bedeutung des jeweiligen Bereichs hängt von den individuellen Merkmalen der einzelnen Länder ab. 

 

„Aufgrund ihrer engen Verbindungen mit der Eurozone stehen Länder in Mittel- und Südosteuropa wahrscheinlich einer Konjunkturabschwächung gegenüber“, so Philippe Le Houérou, Weltbank-Vizepräsident für Europa und Zentralasien. „Die zusätzliche Unterstützung durch die Bank wird Ländern dabei helfen, eine solide makrofiskalische Grundlage zu schaffen, die notwendigen strukturellen Reformen zu verfolgen, die Kreditbewilligung an kleine und mittelständische Unternehmen zu sichern und die am stärksten exponierten Menschen durch stärkere und besser ausgerichtete soziale Sicherungsnetze zu schützen.“

 

Die Reaktion der Weltbankgruppe in der ECA-Region wird sich auf Folgendes konzentrieren: (i) strukturelle Reformen und Unterstützung des privaten Sektors, um für Wachstum bei Investitionen, Einkommen und Arbeitsplätzen zu sorgen; (ii) beratende und finanzielle Unterstützung für Länder mit anfälligen Banksystemen und (iii) Schutz der verletzlichsten Menschen durch Stärkung der sozialen Sicherheitsnetze.

 

·         Die Weltbank – Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) und Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) können die Kreditvergabe in der ECA-Region in den Geschäftsjahren 2012-2013 (GJ12-13) auf ca. US$ 16 Mrd. erhöhen, das bedeutet einen Anstieg um US$ 4 Mrd. über zwei Jahre im Vergleich zur Kreditgewährung im Vorjahr. Dieser Anstieg bei der Kreditvergabe und den damit verbundenen Beratungsdienstleistungen wird mit mittelfristigen politischen Reformen verknüpft, um die Wettbewerbsfähigkeit, solide und nachhaltige fiskalische Konsolidierungsbemühungen, Notfallhilfe zur Vermeidung von Bankkrisen (einschließlich Krediten für den Handel und kleine sowie mittelständische Unternehmen) sowie die Reform der sozialen Sicherheitsnetze und damit deren Abdeckung, Kosteneffektivität und Nachhaltigkeit zu verbessern.  

·         Das Investitions- und Beratungsprogramm der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) könnte bei den Bewilligungen einschließlich Mobilisierung für das GJ12-13 einen Wert von US$ 10 Mrd. erzielen. Dies würde eine Steigerung bei den Investitionen auf Konto der IFC von fast US$ 2 Mrd. im Vergleich zu den aktuellen Werten bedeuten. Die Reaktion der IFC wird durch die Bedeutung der systemisch wichtigen Banken in der ECA-Region bestimmt und wird Folgendes umfassen: kurzfristige Produkte für Finanzierung und Handel, um unmittelbare Liquiditätsprobleme anzusprechen, Mezzanine- und Equity-Investitionen, um Kapitalmängeln zu begegnen, verstärkte Finanzierungsoptionen für kleine und mittelständische Unternehmen, um Finanzlücken zu stopfen, sowie die Unterstützung von Immobiliensektorkunden.

·         Die Politikrisiko-Versicherungsprodukte der multilateralen Investitionsgarantie-Agentur (MIGA) helfen Banken, ihre Tochtergesellschaften in der ECA-Region zu finanzieren. Die MIGA plant, ihre Exponierung in der Region in den kommenden zwei Jahren um US$ 1 Mrd. aufzustocken, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.  

 

Parallel dazu arbeitet die Weltbankgruppe mit anderen multilateralen Entwicklungsbanken zusammen, um westeuropäische Banken dazu zu ermutigen, weiterhin in Osteuropa aktiv zu bleiben und sich nicht aus der Region zurückzuziehen. Die Weltbankgruppe kam mit offiziellen Vertretern des öffentlichen Sektors im Rahmen der Wien-Initiative zur Koordinierung der europäischen Banken am 16. Januar in Wien zusammen, mit dem Ziel, die Koordination der auf Landesebene implementierten politischen Maßnahmen, die sich auf europäische Schwellenländer auswirken könnten, zu verbessern.

 

Bei dieser Konferenz wurde vereinbart, dass die internationalen Institutionen die Auswirkungen der kombinierten Rekapitalisierungspläne durch Banken in den Gastgeberländern beurteilen werden, um systemische Risiken zu identifizieren und die Politik zu beraten. Außerdem wurde vereinbart, sich bereit zu halten, um Banken in den Gastgeberländern im Rahmen des Mandats und der Saldokapazitäten externe Hilfe und finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Die Teilnehmer verpflichteten sich dazu, eng zusammen zu arbeiten, um die Wirkung ihrer Maßnahmen zu maximieren. 

 

 

Kontaktpersonen bei der Weltbankgruppe:

IFC – Lotte Pang +90-212-385-2520, Lpang@ifc.org

MIGA – Mallory Saleson +1-202-473-0844, Msaleson@worldbank.org 

Weltbank – Kristyn Schrader-King +1-202-458-2736, Kschrader@worldbank.org

 

 

Weitere Informationen: www.worldbank.org/eca

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