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Bundnis zwischen Weltbank und Vereinten Nationen soll "gemeinsame Front" bilden

Die Weltbank und die Vereinten Nationen treten in eine neue Ära der Annäherung ein. Nächste Woche richtet die Bank ein sogenanntes Austauschprogramm aus, das einen Riesenschritt auf dem Weg zu einem strategischen Bündnis mit der UNO darstellt. Die Bank hofft, daß ihrem Entwicklungsauftrag hierdurch zusätzliches politisches Gewicht zuwächst.

Das Austauschprogramm wurde mit Blick auf einen Ausbau der Kommunikation zwischen den Mitgliedern des Exekutivdirektoriums (oft durch den Finanzminister eines Mitgliedslandes vertreten) und den UN-Botschaftern (oft durch den Außenminister oder den Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vertreten) organisiert.

"Obwohl diese Minister oft dieselben Länder vertreten, hoffen wir, den Dialog zwischen ihnen über Entwicklungsfragen von allgemeinem Interesse intensivieren zu können", sagt der Weltbank-Sondervertreter bei der UNO, Alfredo Sfeir-Younis.

"Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer gewaltigen Verbesserung der Beziehungen zwischen der UNO und der Weltbank", sagt Mark Malloch Brown, Vizepräsident für Weltbank- und UN-Angelegenheiten.

Die UN-Botschafter sind stimmberechtigte Mitglieder der politischen und gesetzgebenden Gremien der UNO, wie z. B. der Generalversammlung und der Ausschüsse, des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) und der Menschenrechtskommission. Ihre Unterstützung ist nach Sfeir-Younis zufolge wichtig für den Auftrag der Bank.

"Mit wirtschaftlichen Konzepten allein sind die schwierigen Entwicklungsprobleme nicht zu lösen. Diese Herausforderungen haben eine soziale und ethische Dimension, der man mit einem bloßen Technologietransfer nicht gerecht werden kann. Gefordert ist eine starke politische Unterstützung auf nationaler und globaler Ebene. Im Erfolgsfall wird dieser Dialog die Tür zu einer neuen Beziehung zwischen Weltbank und UNO und zu einer gemeinsamen Front im Kampf gegen die Armut öffnen."

Weltbank-Präsident James Wolfensohn und der Sprecher des Weltbank-Exekutivdirektoriums, Andrei Bugrov, werden am 28. Mai eine Reihe von Veranstaltungen ausrichten, darunter auch eine Sondersitzung des Exekutivdirektoriums mit den Botschaftern, ein Entwicklungsdialog sowie gesellschaftliche Ereignisse. Die UN-Delegation wird von Seiner Exzellenz Herrn Juan Somavia geleitet, dem UN-Botschafter aus der Ständigen Vertretung Chiles, Präsidenten von ECOSOC und Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Information: Linda Johnson (Tel. +1-202-458-8101, E-Mail ljohnson7@worldbank.org).





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