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Die Bangabandhu-Jamuna-Brucke last Bangladesch enger zusammenrucken

Die längste Brücke Südasiens wird in derWirtschaft des Landes vieles verändern

"Gesten noch ein Traum, heute schon Wirklichkeit," heißt es auf Platokaten über die Brücke.

Mit großen Feiern wird in Bangladesch nächste Woche die Banga-bandhu-Jamuna-Brücke eröffnet, die den Verkehr und den Handel zwischen den großen Städten und damit die Wirtschaft des Landes grundlegend verändern wird.

Die nach Bangabhandu Sheikh Mujibur Rahman, dem ersten Ministerpräsidenten des unabhängigen Bangladesch, benannte Brücke wird im Rahmen einer großen öffentlichen Feier am 23. Juni von dessen Tochter, Sheikh Hasina, eingeweiht.

Die 4,8 Kilometer lange Brücke mit vier Fahrspuren, drei Eisenbahngleisen sowie Strom- und Gasleitungen ist die längste Brücke Südasiens und die elftlängste der Welt. Die Brücke, die sich am Fluß Jamuna entlang zum Golf von Bengalen hinabwindet, soll Millionen Bewohner der nordwestlichen Bezirke mit dem Rest des Landes verbinden.

Pkw, Lkw und Züge werden nun die vielen Flüsse überqueren, die den südlichen Teil Bangladeschs durchziehen und früher in zwei deutlich voneinander getrennte Regionen teilten. Der Personen- und Güterverkehr wird für die Strecke von Dhaka nach Bograin nun nur noch 6 Stunden benötigen, während man bisher zwischen 12 und 36 Stunden auf Straßen und Fähren unterwegs war. Die Brücke ist darüber hinaus auch mit Telekommunikations-, Strom- und Gasleitungen ausgestattet und ermöglicht deren Anschluß an die nationalen Netze.

"Die Weltbank ist stolz darauf, diese Errungenschaft Bangladeschs unterstützt zu haben", sagt Pierre Landell-Mills, der Weltbank-Länderdirektor für Bangladesch. "Die Fertigstellung der Brücke zeigt, daß man mit Eigenverantwortung der Klienten, politischem Engagement, Unterstützung und Druck seitens der Öffentlichkeit sowie der Unterstützung der Geber Phantastisches erreichen kann. Zahlreiche Regierungen haben in den letzten Jahren immer zu diesem Vorhaben gestanden. Die Entschlossenheit der Beamten an der Spitze der Jamuna Multi-purpose Bridge Authority, die Rolle der Nichtregierungsorganisationen, Berater, Auftragnehmer und Kofinanzierer kann gar nicht überbetont werden."

Aufgrund der neuen Straßen und der Baumaßnahmen für die Brücke mußten fast 15.000 Familien in neue Dörfer umziehen. Verschiedene Nichtregierungsorganisationen in Bangladesch sorgten dafür, daß die von den Brücken Betroffenen für ihre Unannehmlichkeiten angemessen entschädigt wurden und niemand durch das Projekt schlechter gestellt wurde. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, damit Haushalte, die infolge des Brückenbaus unter Erosion und Hochwasser leiden, entschädigt und andere Umweltfolgen gelindert werden können.

Das Projekt wurde von der Regierung finanziert und von der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und dem japanischen Overseas Economic Cooperation Fund kofinanziert. Jeder Geber steuerte 200 Mio. Dollar für das 800 Mio. Dollar teure Projekt bei. Information: Rebeca Robboy (Tel. +1-202-473-0699, E-Mail rrobboy@worldbank.org). 


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