Weitere Informationen von: Elisabeth Neumann (NRW Medien GmbH) Tel.: + 49 (0)2 11 – 6 01 62 – 115 elisabeth.neumann@nrwmediengmbh.deConnie Eysenck (Development Gateway Foundation) Tel.: + 1 202 – 473 – 18 84 Ceysenck@developmentgateway.org Claudia von Monbart (Weltbank Paris) Tel.: + 33 (1) – 40 69 30 14 cvonmonbart@worldbank.org Mit Wissen und digitaler Technologie die Armut bekämpfen Zwei internationale Konferenzen im Mai auf dem Bonner Petersberg – „Petersberg Prize“ für herausragende Leistungen zur Überwindung der digitalen Spaltung Bonn, 12. Februar 2003 -- Auf dem Bonner Petersberg finden im Mai 2003 zwei internationale Konferenzen statt, die sich mit Themen der globalen digitalen Zukunft beschäftigen. Am 20. Mai treffen sich Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft beim 6. Deutschen Weltbank Forum. Sie diskutieren über den Beitrag der Knowledge Economy zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Welt. Am Tag darauf lädt das 1. ICT Development Forum zu einer Debatte darüber ein, welchen Beitrag Kommunikationstechnologien leisten können, die Armut in der Welt zu bekämpfen. Veranstalter des 6. Deutschen Weltbank Forums sind die Weltbank, das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Telekom AG; zum 1. ICT Development Forum laden ebenfalls NRW und Telekom ein – gemeinsam mit der Washingtoner Development Gateway Foundation. Weltbank Forum: Im Interesse nachhaltiger Entwicklung Wissen als entscheidende Ressource für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung: Mehr als 350 Meinungsführer aus der gesamten Bundesrepublik werden beim 6. Deutschen Weltbank Forum zusammen mit internationalen Gästen die Diskussion darüber vorantreiben, wie der Produktivfaktor Wissen weltweit besser zu nutzen ist. Sie werden richtungsweisende Möglichkeiten debattieren, wie neue Technologien auch in den weniger entwickelten Ländern den Zugang zum weltweiten Know-how erleichtern können. Von einer global gleichmäßigen Nutzung beispielsweise des Internets kann noch lange nicht die Rede sein: Derzeit leben rund 90 Prozent der weltweit mehr als 665 Millionen User in den Industrieländern. „Moderne Kommunikationstechnologien sind absolute Voraussetzung für die Teilhabe am Wissen. Sie sichern die Partizipation des Einzelnen, aktivieren unternehmerisches Potenzial und sind somit unentbehrlich für eine kraftvolle nachhaltige Entwicklung“, erläuterte Claudia von Monbart, Senior Counselor der Weltbank Paris, heute auf einer Pressekonferenz in Bonn. Hochrangige Teilnehmer stehen auf der Gästeliste des Forums, das den Titel „Promoting the Knowledge Economy“ trägt. Unter ihnen sind der Präsident der Weltbank-Gruppe, James D. Wolfensohn, der für Europa zuständige Vizepräsident der Weltbank, Jean-François Rischard, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück, der Verleger Dr. Florian Langenscheidt sowie Dr. Theo Sommer, Herausgeber der ZEIT. Außerdem nehmen voraussichtlich auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement sowie Bundesentwicklungsministerin und Weltbank Gouverneurin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Forum teil. ITC Development Forum: „leadership for a connected world“ Am 21. Mai 2003 findet das 1. ICT Development Forum statt. Dort treffen sich international führende Politiker, Wissenschaftler, Entwicklungsexperten und Vorstände von Wirtschaftsunternehmen. Erwartet werden unter anderem James D. Wolfensohn, Peer Steinbrück und Jorge Quiroga, ehemaliger Präsident von Bolivien. Das Forum soll künftig jährlich abgehalten werden. Bei der diesjährigen Veranstaltung werden die Teilnehmer politische Fragen besprechen und darüber diskutieren, welche Herausforderungen sich daraus ergeben, die Vorteile der Kommunikations- und Informationstechnologie (ICT) den Entwicklungsländern zugänglich zu machen. Darüber hinaus werden ICT-Lösungen vorgestellt, die sich bei der Bekämpfung der Armut als effizient erwiesen haben. Alan J. Rossi, der neu gewählte CEO der Development Gateway Foundation, unterstrich die Bedeutung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien: „Sie besitzen ein enormes Potenzial, das Leben der Menschen zu verbessern. Um dieses Potenzial zu erschließen, bedarf es einer effektiven Zusammenarbeit und eines wirkungsvollen Dialoges. Die Basis für eine Wissensökonomie wurde gelegt – sie verändert die Welt und schafft neue Chancen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Ich bin zuversichtlich, dass das erste ICT Development Forum dazu beitragen wird, neue Partnerschaften für unsere gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung der Armut zu knüpfen.“ Das Ziel der 2001 unter anderem von der Weltbank gegründeten Development Gateway Foundation ist es, durch die Nutzung von ICT die Armut zu verringern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Ergebnisse der während des Forums geführten Gespräche werden in der „Petersberg Declaration“ festgehalten. Sie soll diejenigen Gebiete aufzeigen, in denen Führungsqualitäten am dringendsten gebraucht werden, wenn die Informationsrevolution auch arme Menschen erreichen soll. „Petersberg Prize“ zur Anerkennung herausragender Bemühungen Das Thema des ersten ICT Development Forums lautet „leadership for a connected world“. Um Führungsleistungen zu würdigen, die zu großen Erfolgen bei der Nutzung von ICT in der Bekämpfung der Armut geführt haben, will die Stiftung künftig das Engagement von Einzelpersonen oder Institutionen auszeichnen: Sie schreibt den internationalen, mit 100.000 Euro dotierten „Petersberg Prize“ aus. Der erste Preisträger wird auf dem zweiten Forum im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Medienland NRW nutzt Impulse Im gastgebenden Bundesland Nordrhein-Westfalen spielen die Informations- und Kommunikationstechnologien seit langem eine zentrale Rolle, wie Prof. Dr. Miriam Meckel erklärte. Die NRW-Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien: „ICT-Unternehmen siedeln sich hier seit Jahren verstärkt an. Politik und Wissenschaft stehen ihnen dabei engagiert zur Seite. Es ist also nur konsequent, wenn wir uns aktiv in Veranstaltungen einbringen, die unser Themenspektrum erweitern – und die darüber hinaus einem wichtigen Zweig der nordrhein-westfälischen Wirtschaft neue Impulse verleihen können. Speziell Fragen der Wissensökonomie haben in Zeiten der Globalisierung eine herausragende Bedeutung. Auch dieses Thema werden wir in den beiden Kongressen mit Gästen aus aller Welt diskutieren.“ Größtes Unternehmen der ICT-Branche in Deutschland ist die Deutsche Telekom AG mit ihrer Säule T-Systems. Sie engagiert sich beispielsweise seit Jahren mit Schul- und „e-Learning”-Projekten. Karl-Heinz Streibich, Geschäftsführer IT Services bei T-Systems International, betonte die zugrunde liegende Haltung des Unternehmens: „Wissen ist Chance, Informations- und Kommunikationstechnologien helfen dabei, diese Chance zu nutzen. Als international agierendes Unternehmen wollen wir deshalb dazu beitragen, die globale Wissensgesellschaft zügig zu realisieren.“ Weitere Informationen unter: www.worldbank.org, www.dgfoundation.org, www.telekom.de, www.t-systems.de, www.nrw.de sowie www.devforum.org |