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Finanzmittel in Rekordhöhe für die ärmsten Länder der Welt

News Release No: 2007/155/IDA

Ansprechpartner:

Angela Furtado (+1 202) 473-1909

Mobil international: (+44) 7734 543 645

afurtado@worldbank.org

Steven Jouy (49 30) 72614 251

sjouy@worldbank.org

 

 

Berlin, 14. Dezember 2007 –Geberländer haben heute Mittel in Rekordhöhe von 25,1 Milliarden US$ zugesagt, um der Weltbank dabei zu helfen, die Armut in den ärmsten Ländern der Welt zu bezwingen. Insgesamt wird die 15. Wiederauffüllung der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA) 41,6 Milliarden US$ bereitstellen, was eine Steigerung von 9,5 Milliarden US$ gegenüber der letzten Wiederauffüllung (IDA14) darstellt, bei der 32,1 Milliarden US$ bereitgestellt wurden.

 

"Dies ist die größte Steigerung der Geberfinanzierung in der Geschichte der IDA", sagte Robert B. Zoellick, Präsident der Weltbankgruppe, über die 15. Wiederauffüllungsrunde (IDA15). "Die Gebergemeinde hat ihr volles Engagement demonstriert, anderen Ländern dabei zu helfen, ihre Armut zu überwinden und ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen, vor allem in Afrika."

 

Diese Rekordzusagen der Geber für die IDA15 stellen eine 42-prozentige Steigerung gegenüber der letzten Wiederauffüllung dar. Dazu kommen 16,5 Milliarden US$ an interner Finanzierung aus der Weltbankgruppe und frühere Geberzusagen für die Finanzierung von Schuldenerlassen.

 

Zoellick rühmte die Geldgeber und dankte ihnen für diese beispiellose Geste der Unterstützung. "Mit diesen Geldern wird sichergestellt, dass die IDA den 2,5 Milliarden Menschen, die in den ärmsten Ländern auf fünf Kontinenten leben, auch weiterhin dienen kann", sagte er. "Diese großzügige Wiederauffüllung ist sowohl eine Bekräftigung, wie wichtig multilaterale Hilfe ist, als auch ein Vertrauensvotum für die IDA als eine effektive Plattform für globale Entwicklungshilfe".

 

Die IDA15 wird Niedrigeinkommensländer dadurch unterstützen, dass sie ihre Aktivitäten im Kampf gegen den Klimawandel ausbaut, regionale Integration und Kooperation fördert, Investitionen in die Infrastruktur ankurbelt und Nachkonflikt-Ländern, insbesondere in Afrika, größere Hilfeleistungen bietet.

 

Insgesamt haben 45 Länder finanzielle Zusagen für die 15. Wiederauffüllung der IDA gegeben, die höchste Zahl von Gebern in der Geschichte der Organisation. Sechs Länder – China, Zypern, Ägypten, Estland, Lettland und Litauen – sind neu zu der Liste der Geldgeber hinzugekommen. Einige dieser Länder, wie zum Beispiel Ägypten und China, waren selbst einmal Darlehensnehmer bei der IDA. "Wir haben uns sehr bemüht, mehr Geldgeber zur IDA zu bringen” sagte Zoellick. "Die Vergrößerung der Ausgangsbasis wird uns helfen, mehr Gelder aufzunehmen und eine solide Grundlage für das Voranschreiten der IDA zu schaffen".

 

Die Kapitalzusagen kamen nach zweitägigen Verhandlungen mit Vertretern der Geldgeber- und Kreditnehmerländer, deren Gastgeberin die deutsche Bundesregierung in Berlin war. Die deutsche Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, begrüßte das positive Ergebnis der Wiederauffüllung und bezeichnete die Weltbankgruppe als "eine der Institutionen, die ausschlaggebend sind für das Erreichen der Jahrtausend-Entwicklungsziele" und als "ein Vorbild, ein Bezugsrahmen für viele andere multilaterale und bilaterale Geldgeber".

 

Die Geldgeber stellten der Entwicklungswirksamkeit der IDA ein gutes Zeugnis aus und bestätigten, wie entscheidend wichtig sie dafür ist, Entwicklungsnationen dabei zu helfen, die Jahrtausend-Entwicklungsziele zu erreichen, einschließlich der auf internationaler Ebene vereinbarten Zielsetzung, die Armut bis zum Jahr 2015 zu halbieren.

 

"Wir begrüßen diese beträchtliche Wiederauffüllung der IDA und ihre klare regionale Fokussierung auf Subsahara-Afrika sehr", sagte John Kufuor, Präsident Ghanas und Vorsitzender der Afrikanischen Union."Wir nähern uns dem Zieljahr 2015 und es ist für die afrikanischen Länder extrem wichtig zu wissen, dass sie auf die internationale Gebergemeinde und eine starke IDA zählen können, die uns dabei helfen werden, die Jahrtausend-Entwicklungsziele zu erreichen und das Leben des afrikanischen Volkes zu verbessern. Wir sehen diese Wiederauffüllung als starken Schritt voran bei der Umsetzung unseres Programms für den Aufschwung und wir freuen uns auf dasselbe Niveau von Engagement bei der gesamten Unterstützung unserer Entwicklungsbemühungen durch unsere Partner."

 

Mr. Zoellick merkte an, dass diese Wiederauffüllungsrunde eine besonders große Herausforderung darstellte, da Tilgungen während der Periode der IDA15, einschließlich Ausgleichszahlungen für Schuldenerlasse, ungefähr gleich blieben wie im Verlauf der IDA14. Dies bedeute, dass der größte Teil der Steigerung des gesamten Finanzrahmens der IDA von Gebern getragen werden müsse, was einen entsprechend größeren Einsatz der Geber erforderlich mache.

 

Hintergrundinformation

 

Die IDA ist eine der größten Quellen der Unterstützung für die ärmsten Länder der Welt, von denen 39 in Afrika liegen. Nahezu alle Kredite der IDA (als "credits" bekannt) sind zinslos und die Rückzahlungen erstrecken sich über 35 bis 40 Jahre, wovon 10 Jahre tilgungsfrei sind. Die IDA vergibt auch Zuschüsse an Länder, die in Gefahr sind, in Schuldennot zu geraten. Die IDA unterstützt ihre Nehmerländer bei ihren Prioritäten und Bedürfnissen mit Know-how und Finanzdienstleistungen.

 

Zielsetzung der von der IDA finanzierten Vorhaben sind die Grundschulbildung, Basis-Gesundheitsversorgung, sauberes Wasser und Sanitäranlagen, Umweltschutzmaßnahmen, Verbesserungen des Geschäftsklimas, Infrastruktur, sowie Programmreformen und institutionelle Umgestaltungen. Diese Projekte ebnen den Pfad für Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen, höhere Einkommen und bessere Lebensbedingungen für die Armen.

Die von der IDA seit ihrer Gründung vergebenen Kredite und Zuschüsse belaufen sich auf insgesamt 182 Milliarden US$ und betrugen in jüngsten Jahren durchschnittlich 10 Milliarden US$ im Jahr, wovon der größte Teil, ungefähr 50 Prozent, an Afrika ging. Im Geschäftsjahr 2007 (das am 30. Juni 2007 endete) erreichten die Vergaben der IDA eine Rekordhöhe von 11,9 Milliarden US$. Neunzehn Prozent dieser Vergaben erfolgten auf Zuschussbasis. Die Neuvergaben für 2007 umfassten 189 Projekte. Im September 2007 sagte die Weltbankgruppe einen Netto-Übertrag von 3,5 Milliarden US$ für die IDA15 zu. Diese 3,5 Milliarden US$ werden voraussichtlich zu gleichen Teilen von der IFC und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) beigetragen, die beide Mitglieder der Weltbankgruppe sind.

Weitere Informationen über die Ergebnisse der IDA-Projekte finden Sie unter: http://www.worldbank.org/results

 

 





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