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Entwicklungsländer Müssen Fähigkeit Zur Aufnahme Und Benutzung Von Technologie Verbessern, Sagt Die Weltbank

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Press Release No:2008/180/DEC

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In DC: Merrell Tuck, tel. (202) 473-9516; Mob: (202) 415 1775
mtuckprimdahl@worldbank.org

In London: Derek Warren, mob. + 44 7932 607469
dwarren1@worldbank.org

 

LONDON, 9. Januar 2008 - Rapider technologischer Fortschritt in Entwicklungsländern half, Einkommen zu steigern und den Anteil der Menschen, die in völliger Armut leben, von 29 Prozent im Jahr 1990 auf 18 Prozent im Jahr 2004 zu verringern. Trotz dieser Fortschritte bleibt die technologische Kluft zwischen reichen und armen Ländern enorm und die Fähigkeit der Wirtschaften der Entwicklungsländer, neue Technologien anzuwenden, bleibt schwach, sagt die GEP 2008 (Global Economic Prospects 2008/Weltwirtschaftsaussicht 2008).

"Zwischen Anfang der 1990er und Anfang der 2000er Jahre stieg der technologische Fortschritt in den Entwicklungsländern 40 bis 60 Prozent schneller, als in den reichen Ländern," sagte Andrew Burns, führender Wirtschaftsexperte und Hauptverfasser des Berichts. "Trotzdem haben die Entwicklungsländer noch einen langen Weg vor sich, weil das Niveau an Technologie, die sie benutzen, nur ein Viertel dessen ist, was in Ländern mit hohem Einkommen angewendet wird."

Mit dem Untertitel "Technologieverbreitung in der Entwicklungswelt," bemerkt der Weltbankbericht, dass der jüngste Fortschritt eine erhöhte Anwendung fremdländlischer Technologie reflektiert. Als Teil des BNP haben sich die high-tech Importe und direkten Fremdinvestitionen seit Anfang der 1990er Jahre verdoppelt.

"Steigende Handels- und Investitionskontakte mit Ländern mit hohem Einkommen, oft durch Wandergruppen unterstützt, stehen im Mittelpunkt des technologischen Fortschrittes in Entwicklungsländern," sagte Uri Dadush, Direktor, Weltbank, Gruppe Entwicklungsaussicht (Development Prospects Group). "Allerdings reicht Aufgeschlossenheit alleine nicht aus. Um weiterhin aufzuholen, müssen die Länder ihr Schul- und Bildungswesen, ihre Regierungsfähigkeit, Grundinfrastruktur und Verbindungen mit Wandergruppen stärken."

Der Bericht hebt hervor, dass die schwache Verbreitung von Technologie innerhalb der Länder den technologischen Fortschritt insgesamt in vielen Ländern bremst. Während die Hauptzentren und führenden Firmen in Brasilien, Indien und China nahe an der Grenze des technologischen Fortschrittes arbeiten, erreichen die meisten Firmen in diesen Ländern weniger als ein Fünftel ihrer höchsten Produktionsleistung.

Laut des Berichtes ist die Verbesserung der Aufnahmefähigkeit für Fremdtechnologien von kritischer Bedeutung, sowohl in Ländern mit niedrigem Einkommen, als auch in jenen Ländern mit mittlerem Einkommen, die lieber die Vorteile vergleichbar niedriger Löhne ausnutzten, statt die Fähigkeiten im Land zu stärken.

Mehr Schlaglichter

  • Die meisten Entwicklungsländer nehmen nur minimal an der globalen technologischen Front teil. Ihr rapider wirtschaftlicher Fortschritt wurde durch die Angleichung und Einbeziehung bereits existierender Technologien erreicht. Dies wird wahrscheinlich aufgrund der großen Technologiekluft so weitergehen.
  • Technologie verbreitet sich heutzutage viel schneller unter den Ländern. Anfang der 1900er Jahre benötigte eine neue Technologie über 50 Jahre, um die meisten Länder zu erreichen; heute dauert es etwa 16 Jahre.
  • Die Technologie hat die Tendenz, sich innerhalb eines Landes langsam zu verbreiten. Hauptstädte und führende Sektoren benutzen wesentlich modernere Technologien, als der Rest der Wirtschaft. Der Sektor der IT-fähigen Dienste in indischen Stadtgebieten, zum Beispiel, wendet Technologien von Welklasse an, aber weniger als 10 Prozent der ländlichen Haushalte verfügten 2007 über eine Telefonverbindung.
  • Die Benutzung mancher neuen Technologien, wie z.B. des Mobiltelefons, ist schnell angestiegen. Trotzdem haben sich manche Technologien nur langsam verbreitet. Drei Viertel der Länder mit niedrigem Einkommen verfügen über 15 oder weniger PCs (Personal Computers) pro 1000 Einwohner, und ein Viertel besitzt weniger als fünf.
  • Regierungen sollten der Stärkung landesinnerer Verbreitungskanäle für Technologien höchste Priorität verleihen. Diese bestehen u.a. aus Verkehrsinfrastruktur und der Fähigkeit engagierter Forschungs- und Entwicklungsagenturen, sich durch bessere Öffentlichkeitsarbeit, Tests und Marketing auf Märkte einzustellen.
  • Schwache Grundinfrastruktur limitiert die Auswahl an Technologien, die in vielen Ländern angewendet werden können. Politikmaßnahmen sollten sicherstellen, dass kritische Förderleistungen, wie Strassen und Elektrizität, weit erhältlich sind, ob aus privater oder öffentlicher Hand. Im sub-saharischen Afrika sind nur 8 Prozent der Bevölkerung mit Strom versorgt.
  • Auch uneffektiver oder ungleicher Zugang zu guter Bildung beeinträchtigt die Fähigkeit eines Landes, Technologien auszunutzen. Selbst einfache Technologien können große Auswirkungen haben. Es sind z. B. nur relativ einfache Fähigkeiten notwendig, um Auffangsysteme für Regenwasser zu bauen, die den Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessern und die Säuglingssterblichkeit verringern, indem sie das Vorkommen von Durchfällen reduzieren.

Der Bericht und die dazugehörigen Materialien sind im Internet zugänglich unter: http://www.worldbank.org/gep2008

 

Interaktive Aussichten für die globale Wirtschaft sind zu finden unter: http://www.worldbank.org/globaloutlook


 




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